Mit Motivation die eigenen Grenzen überwinden

Es ist nicht immer einfach, die eigenen Grenzen zu überwinden. Oftmals fehlt uns dazu die nötige Motivation. Doch um diese zu erlangen, müssen wir erst unsere persönlichen Beweggründe kennen.

Die Duden-Definition von Motivation lautet wie folgt:
„Psychologie, Pädagogik: Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung o. Ä. beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen.“

Und genau so ist es. Jedoch ist uns dies nicht immer bewusst. Was machen wir schlussendlich aus dem, was wir gerade tun? Jeder von uns stößt in irgendeiner Form unweigerlich auf persönliche Grenzen. Im Umgang mit diesen Grenzen gibt es zwei unterschiedliche Typen von Menschen:

  • Typ 1 nimmt seine Grenzen als unüberwindbare Barriere wahr und bleibt stehen.
  • Typ 2 bleibt dran, lernt seine Grenzen kennen und geht darüber hinaus.

Genau an diesem Punkt kommt der „innere Schweinehund“ ins Spiel. Aber so stark er manchmal sein mag – wir müssen ihn nur verstehen können und anfangen, mit ihm zu spielen. Ihr kennt das sicherlich auch: Morgens, der Wecker klingelt und ihr denkt: „Heute will ich die Welt mit meiner Energie bereichern!“ (Zu dieser Gruppe gehört ihr selbstverständlich dazu 😉 )

Oder die Variante von Menschen, die euch erzählen, dass sie sich morgens eher aus dem Bett quälen müssen. Getreu dem Motto „der frühe Vogel fängt den Wurm“ heißt es morgens „der frühe Vogel kann mich mal.“ Ich bin völlig eurer Meinung, dass es Situationen im Leben gibt, durch die man sich kurzfristig durchkämpfen muss. Aber langfristig haben wir so gegen den inneren Schweinehund keine Chance! Denn er ist ein ständiger Teil von uns und langfristig gegen ihn anzukämpfen hört sich doch schon anstrengend oder? 😉

Lasst mich dazu ein kleines Beispiel geben:

Wir nehmen uns mal vor, 5 Kilo abzunehmen. Wir sagen Nein zu Pizza und Kuchen und zeigen auch dem Wein die kalte Schulter – wir bleiben hart und kämpfen dagegen an. In ein paar Wochen haben wir unser Ziel erreicht. Doch dann kommt jemand um die Ecke und bietet uns Kuchen an. Was machen wir?
„Warum eigentlich nicht? Mein Ziel habe ich ja erreicht.“ Genau so brechen wir langsam unser geübtes Verhaltensmuster, bis wir schließlich wieder beim Ursprungsgewicht angelangt sind. Dadurch haben wir unser Ziel eigentlich gar nie erreicht!

Das bedeutet, wenn wir kämpfen, werden wir nicht da ankommen, wo wir wollen. Es geht um eine Grundsatzentscheidung. Wir müssen aufhören, gegen den inneren Schweinehund zu kämpfen. Gleichzeitig müssen wir anfangen, den inneren Schweinehund als eine Art Kumpel zu sehen. Denn es gibt ja auch viele Dinge in unserem Leben, die wir bereits erfolgreich gemeistert haben – trotz des inneren Schweinehundes.

Stephen R. Covey hatte dazu einen tollen Gedanken: „Beginne beim Ende.“
Das heißt, wir sind selber dafür verantwortlich, was in unserem Leben passiert. Genau heute und in jedem Moment in Zukunft tragen wir die Verantwortung, was am Ende unseres Lebens passiert. Wenn wir es schaffen, diesen Schweinehund in den Griff zu kriegen, entscheiden WIR aktiv, wo wir am Ende stehen werden.

Dazu brauch es einerseits die richtige, persönliche Sichtweise, andererseits eine hohe Entscheidungsbereitschaft. Wir haben jeden Tag die Wahl zwischen positiven und negativen Gedanken. Dabei nehmen wir wieder das Beispiel mit dem Aufstehen.

Positiv = Das Leben braucht mich – aufstehen!
Negativ = Ich habe keine Lust und will liegen bleiben.

Wir müssen uns auf die positiven Dinge im Leben konzentrieren. Denn das Leben braucht dich und genau das müssen wir unserem Schweinehund zu verstehen geben. Wenn ich will, dass mir etwas leichtfällt, dann ist dies im Bereich der Routine abgespeichert, wie z.B. Zähneputzen. Schwierig ist auch nicht der Sport, sondern der erste Schritt dazu zu machen. Wir müssen es schaffen, uns Kompetenzen aufzubauen, die schließlich zur Routine werden. Nur so schaffen wir einen Gleichgewichtszustand zwischen Routine und Abenteuer. Gelingt es uns, die Routine mit positiven Emotionen zu koppeln, sind wir auf dem richtigen Weg.

Dazu stelle ich euch eine Frage:

Wann sind wir mehr motiviert? Wenn wir positive Gefühle fördern, oder wenn wir schlechte vermeiden?

Unser normales Denken ist darauf gepolt, Risiken zu vermeiden. Wir haben Angst davor, dass etwas schief gehen könnte. „Warum bewegen? Ich bin doch gesund und nachher verletze ich mich noch.“ Doch wir alle kennen Menschen, die einfach mal machen. Diese folgen nicht dem Weg der Routine, sondern demjenigen des Abenteuers. Dieser Weg stellt zwei Voraussetzungen:

  • Du musst wissen, aus welchem Grund du etwas tust. Nur dann bist du motiviert.
  • Bist du motiviert, suchst du auch keine Ausreden – du machst es aus Spaß und deinem eigenen Willen.

Das Fazit und gleichzeitig die Challenge zur Motivation sieht also folgendermaßen aus:

  1. Suche nach deinem Grund, etwas zu tun.
  2. Fang an!
  3. Komm in Schwung – der Rest ergibt sich von selbst 🙂

So kommen wir in einen positiven Flow und erleichtern den Übergang zur Routine.

Denn Lernen = emotionale Intensität x Wiederholung.