Brauche ich wirklich Bewegung?

„Nur in der Bewegung ist Leben.“ (Jacob Burckhardt)

Forscher haben herausgefunden, dass wir früher wahre Laufwunder gewesen sind. Unsere Vorfahren waren Experten der Jagd und Profis im Sammeln, wobei Sie an einem Tag Strecken von bis zu 40 km zurückgelegt haben – der Marathon lässt grüßen! Doch das sieht heute etwas anders aus.

Das Jagen und Sammeln findet in einem Supermarkt oder noch bequemer im Internet mit Express-Lieferung statt. Darüber will ich mich jetzt absolut nicht beschweren, ich hätte wirklich auch keine große Lust jeden Tag erstmal mein Essen zu jagen – ich finde einkaufen ja schon super ätzend. Nein, was ich damit sagen will ist, dass die Bewegung in unserem heutigen Alltag viel zu kurz kommt. Wir bewegen uns inzwischen zu zwei Drittel weniger als vor 100 Jahren und haben uns zielstrebig zum „Homo Sapiens Sitzens“ weiterentwickelt. Und niemals möchte ich zu so einer Sorte gehören.

Deswegen möchte ich euch heute 5 Gründe mitgeben, warum es lohnenswert ist, sich zu bewegen. Ich weiß nämlich, dass in jedem von uns immer noch ein leistungsstarker Sammler und Jäger steckt, also lassen wir sie raus!

Fünf Gründe, sich zu bewegen:

  • Das Herz – Kreislauf System und der Stoffwechsel: Gib Gas! Standet ihr auch schon mal im Stau auf der Autobahn? Bei über 30 Grad ohne Klimaanlage für mehr als 3 Stunden? Ätzend oder? So ähnlich könnt ihr unser Herzkreislaufsystem ohne Bewegung sehen. Natürlich muss unser Blut nicht zu einem dringenden Termin oder möchte nach einem Urlaub schnell nach Hause. Aber wenn unser Blut nur zäh fließt und ständig im Stau steckt, schläft unser Stoffwechsel ein. Also, nehmt die nächste Ausfahrt und schaut, dass es bei euch im System keinen Stau mehr gibt. Das ist besser für eure Gesundheit, das Wohlbefinden, den Stoffwechsel und und und… Außerdem macht es Spaß! 😀

 

  • Die Sehnen und Bänder:Weg vom Stau und ab in den Haushalt! Stellt euch vor, ihr wollt euren Frühjahrsputz mit einem Lappen machen, der vertrocknet und zerknittert ist. Schwierig oder? So ähnlich ist das mit unseren Sehnen und Bändern. Durch zu wenig Bewegung verkürzen sie und wir werden immer unbeweglicher. Dazu ein kleines Beispiel: Stell dich mal kurz hin und versuche mit gestreckten Beinen die Hände auf den Boden zu bringen. Unsere Sehnen, Bänder und Knorpel brauchen die Bewegung wie der Lappen das Wasser.

 

  • Das Immunsystem:Ein wahrer Booster diese Bewegung! Dafür nehmen wir das Sommer-Winter-Beispiel: Wann bewegt ihr euch im Durchschnitt mehr? Im Sommer oder im Winter? Ich vermute mal stark im Sommer. Und wann seid ihr weniger krank? Richtig, nicht nur die Kälte und die geringere Sonneneinstrahlung sind für die miesen Erkältungswellen verantwortlich, sondern auch die fehlende Bewegung!

 

  • Die Psyche:Die Physiologie belohnt Bewegung mit Glückshormonen wie Endorphinen und Serotonin. An dieser Stelle komme ich nochmal auf die Jäger und Sammler zurück, denn denen haben wir es zu verdanken, dass diese Hormone beim Sport ausgeschüttet werden. Sie sicherten das Durchhaltevermögen unserer Vorfahren, sodass sie nicht kurz vor dem leckeren Hirsch schlapp machen.

 

  • Denkprozesse:Durch Bewegung während unserer Arbeit wird nicht nur das Miteinander gestärkt, sondern auch die Konzentration und Lernfähigkeit! Wirklich, wir lernen viel einfacher, wenn wir mal ab und zu aufstehen, uns strecken, die Position wechseln und in der Mittagspause mal kurz an die frische Luft gehen. Es werden Synapsen verknüpft und wir sind wieder mehr bei der Sache. Außerdem trägt es zu einer besseren Stimmung im Team bei!

Bewegung tut uns gut, um sich abzureagieren, sich auf andere Gedanken zu bringen und um das Selbstbewusstsein zu stärken! Lasst euren Schweinehund von der Leine und genießt die Gefühle vor, während und nach dem Sport. Ich bin mir sicher, ihr werdet einen Unterschied spüren! Feiert jeden noch so kleinen Schritt in Richtung Bewegung, denn ihr wisst ja: „Wie langsam du auch läufst – du schlägst alle, die zu Hause bleiben“ (derJogger.de, 2016).

 

So, liebe Freunde der Bewegung, wir wären nicht Premove, wenn wir jetzt nicht eine Challenge für euch bereit hätten. Sie ist ganz einfach und ohne großen zeitlichen Mehraufwand in deinen Alltag zu integrieren!

Ich freue mich Ihnen unsere „Everyday Live Challenge“ zu präsentieren!

Tag 1: Auto vs. Fahrrad: Ihr denkt, mit dem Auto spart ihr Zeit? Falsch! Rush- Hour, Ampeln, Stau und und und. Also, schwingt euch in den Sattel!

Tag 2: Spazieren: Schnappt euch jeden den ihr kennt, denn es tut jedem gut. See, Park, Wald, eure Lieblingsstrecke. Raus mit euch und genießt die Natur und eure Begleitung.

Tag 3: Treppe statt Aufzug: Der Klassiker – aber eben echt effektiv. Nehmt heute immer die Treppe und lasst den Lift links liegen. Ein super Po-Training ganz nebenbei!

Tag 4: Face-to-Face! Ihr müsst dem Kollegen etwas mitteilen? Den Mitbewohner etwas fragen? Mit einem Freund oder einer Freundin plaudern? Dann steht auf und tut das persönlich, anstatt zum Telefon, Handy oder E-Mail zu greifen!

Tag 5: Pausen clever nutzen: Bürojob, langer Uni- oder Schultag, Lernmarathon – so sieht leider der Alltag von den meisten von uns aus. Bedeutet: Den ganzen Tag sitzen. Das könnt ihr nicht ändern, aber: Nutzt die Mittagspause oder legt zwischendurch mal fünf Minuten Pause ein, um frische Luft zu schnappen – die Zeit muss sein!

Damit wünschen wir euch viel Spaß und lasst mich gerne wissen, wie es euch dabei ergangen ist. Was war schwierig? Habt ihr es geschafft die Challenge durchzuziehen? Und glaubt ihr, ihr könnt die Bewegung öfters in euren Alltag integrieren?

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche und let us move!

Eure Sina