Auch ein starker Rücken kann entzücken!

Viele kennen es und einige von euch haben bestimmt auch schon mal das ein oder andere Ziehen im Rücken gespürt. Dabei ist es vor allem der untere Rücken sowie unser Schulter- und Nackenbereich, der uns Probleme bereitet. Aus eigener Erfahrung sind ca. 80 % der Patienten wegen Rückenbeschwerden in der Therapie. Doch gibt es dafür eine langfristige Lösung? 

In den letzten Jahren gab es einen Wandel in der Therapie, der deutlich zu merken ist. Im Gegensatz zu früher, wo man den Patienten zur Ruhe und Schonung aufgerufen hat, fördert man heute viel mehr die Eigeninitiative und Bewegung. Versteht mich hier bitte nicht falsch, in AKUT Phasen ist es genau richtig erst einmal Pause zu machen und sich zu schonen! Aber eben nicht langfristig.

Da ist das Wort wieder: „Bewegung“. Ihr merkt schon, irgendwie hat Prävention am Körper wirklich was mit Bewegung zu tun! Aber wann ist denn ein Rücken gesund? Wenn wir mit unseren Patienten im Training sind, erklären wir Ihnen erst einmal Folgendes über den menschlichen Rücken:

  • Ein gesunder Rücken besteht zu 2/3 aus Rückenmuskulatur und zu 1/3 aus Bauchmuskulatur.
  • Unsere Bandscheiben brauchen einen Wechsel von Be- und Entlastung, um ihre Pufferfunktion lange beizubehalten.
  • Außerdem muss unsere Muskulatur bewegt werden, sodass sie nicht verkürzt oder ihren Bewegungsumfang verliert.

 

Sehr schön! Nur was heißt das jetzt?

Die Sherlocks unter euch vermuten wahrscheinlich schon stark: Jeder von uns sollte sich bewegen! Ihr seid so gut, das ist vollkommen richtig aber darauf möchte ich im heutigen Blogbeitrag gar nicht hinaus. Nein, denn ein ganz häufiges Problem in unserem Alltag ist die einseitige Bewegung. Zu lange einseitige Belastungen solltet ihr vermeiden oder ihr müsst dem entgegenwirken.

Dazu ein kleines Beispiel:

Müsst ihr in eurem Job viel Heben und Tragen? Falls nicht, dann stellt es euch einfach zum Veranschaulichen vor. Die meisten Menschen haben eine „Lieblingsseite“ zu der sie sich immer drehen, wenn etwas getragen wird oder die Bedingungen am Arbeitsplatz zwingen sie dazu. Hält diese einseitige Belastung länger an, werden immer die gleichen Strukturen am Rücken beansprucht, was langfristig zu Rückenschmerzen führt.

Hier die Lösung: dreht euch in die andere Richtung und macht Übungen, die auch die andere Seite beanspruchen! Ich verspreche euch, euer Körper wird es euch danken!

 

 

1. „Der Pirideh“ am Schreibtisch

Premove kann vor allem eins: „Bewegung im Alltag“! Also, Füße auf den Tisch, Ausreden weg und vergesst mir nicht bei den Dehnungen: „atmen und lächeln“ 😀

Bei dieser Übung kümmert ihr euch um euren tiefen Po Muskel, der heißt Piriformis. Dieser Muskel steht in enger Verbindung mit eurem unteren Rücken. Aufgrund unseres Alltags kommt er im wahrsten Sinne des Wortes zu kurz. Deshalb schenken wir ihm Aufmerksamkeit und machen ihn wieder lang.

 

2. Aktives Stehen / Sitzen

Ein paarmal dran gedacht und angewandt kann diese Aufgabe Wunder bewirken. Das Beste dabei ist: Niemand bemerkt, dass ihr gerade eine Übung macht! Ist das nicht genial?

Außendienstler oder Bürohengste aufgepasst! Im Sitz: Aufrechter Sitz und das Becken kippt nach vorne. So, jetzt brauche ich eure Phantasie: Ihr stellt euch vor, dass ihr euer Schambein in Richtung Nase zieht, dann wollt ihr am liebsten mit dem Oberkörper nach vorne kippen, oder? Dann macht ihr alles richtig! Aber bleibt immer aufrecht.

Bauch und Po sind angespannt und ihr atmet entspannt weiter. Genau das gleiche funktioniert auch im Stehen, nur geht ihr dabei noch leicht in die Knie. Ich weiß, das Schwerste ist daran zu denken, aber ich verspreche euch, in ein paar Wochen liefere ich dazu die Lösung. So lange schafft ihr das noch. Ich weiß, dass ihr das könnt!

 

3. Mc Kanzie Notfall Paket

Wenn es euch akut in den Rücken „gefahren“ ist, dann könnt ihr es mit dieser Übung einmal versuchen. Auch präventiv ist sie natürlich ein wahrer Jocker.

Aber und das ist mir GANZ WICHTIG: Wie bei allem, was ich euch zeige und ihr es versucht: Kommt es in irgendeiner Situation zu Schmerzen, dann hört sofort auf damit.

So, jetzt wieder weiter im Text: Manche werden die Übung unter dem Namen „die Cobra“ kennen. Probiert es aus und wiederholt das Ganze 10x nacheinander. Das Ganze könnt ihr mehrmals am Tag wiederhohlen.

 

4. Roll it

Wheeeey, der obere Rücken ist dran und mit „Roll it“ bewegt und dehnt ihr die verspannte Schulter-Nacken Partie! Also, kreist euren Kopf über vorne von rechts nach links.

Nie nach hinten – wir sind ja keine Eulen. Bleibt ruhig mal für 1-2 Sekunden in einer Position und schaut wie es euch damit geht. Setzt euch dazu aufrecht hin und legt auch mal für ein paar Sekunden den Kopf auf die Brust und dann Richtung Schultern. Ihr solltet jetzt eine angenehme Dehnung spüren. Atmen und lächeln! 😀

 

5. Stretch it up

Wann immer ihr könnt und merkt, ich sollte mich mal wieder strecken, dann tut es! Steht auf, macht euch richtig lang und dann rollt euch langsam wieder nach oben. Wiederholt das so oft ihr wollt am Tag, nur bleibt mir nicht unten hängen.

 

Und bäm! Das sind alles Übungen, die jetzt nicht zur absoluten Kräftigung eurer stählernen Muskeln beitragen, aber Sie helfen euch. den Alltag mobiler zu gestalten und euch ab und zu aus einer starren Position zu holen. Sie geben den Bandscheiden den Puffer zurück und eure Muskeln bleiben geschmeidig.

Challenge

 

„Sexy Back“: Denkt jeden Tag an euren Rücken und an die Top 5. Mach dir einen Post it und kleb ihn an den PC, notiere dir eine Erinnerung in dein Handy

und let us move

Eure Sina